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Wenige Kilometer
südlich von Heidenau flussaufwärts im romantischen Tal der
Müglitz gelegen, erhebt sich auf einem Felskegel das Schloss
Weesenstein.

Die älteste Teile
des Bauwerkes, die um 1300 entstanden, sind noch heute als
zugängliche Felsengänge der ursprünglichen Kernburg erkennbar.
Besonders
interessant sind die als architektonische
Kuriosität zu sehenden illusionistischen Barockmalereien
auf den Fassaden.
Anfang des 15.
Jahrhunderts zogen die von Bünaus für über 360 Jahre als Herren
auf Weesenstein ein. Sie waren es auch, die der in fortwährendem
Wachstum von oben nach unten gebauten Burg, maßgeblich ihre
eigenwillige Architektur gaben. Auf engstem Raum sind Elemente
des Mittelalters, der Renaissance, des Barock, des Rokoko
und des Biedermeier zu einem Ensemble vereint. Selbst der
bekannte Dresdner Baumeister George Bähr hat mit dem Bau der
barocken Kapelle, die geschickt in die ältere Substanz
eingegliedert ist, seine Spuren hinterlassen.
1830 ging das
Schloss Weesenstein an die Wettiner. . Das Schloss war Wohn- und
Wirkungsstätte von König Johann von Sachsen, der hier die
kommentierte Übersetzung der "Göttlichen Komödie" des Dante
Alighieri vom Italienischen ins Deutsche zu seinem Lebensinhalt
machte.
In den ehemaligen
Braukeller des Schlosses wurde 1865 eine Küche eingebaut, die
heute als Restaurant genutzt wird.
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