|
Die Kirche ist mit diesem Netzgewölbe in der spätesten Gotik
vollendet (um 1540) und mit 65 m Länge und 35 m Breite neben der
Annenkirche von Annaberg-Buchholz und der Peterskirche von
Görlitz die größte Hallenkirche in Sachsen.
Die Marienkirche ist das imposanteste Gebäude in der Pirnaer
Altstadt. Vom Schloss Sonnenstein aus fotografiert, kommt die das
Stadtbild beherrschende Größe dieses Sakralbaues besonders zur
Geltung. In den letzten Jahren sowohl äußerlich wie im Inneren
saniert, strahlt die Kirche in ihrer ursprünglichen Pracht.
Dreimalige Änderungen der Baukonzeption sind an den
verschiedenen Turmquerschnitten noch heute erkennbar. Allerdings
muss man sich der Mühe unterziehen, die engen Treppen bis empor
zum Dachstuhl zu erklimmen. Aber es lohnt. Nicht nur wegen des
fantastischen Ausblicks sondern vor allem die vielen
architektonischen Details sind diese Anstrengung wert.
St. Marien ist
eine dreischiffige Hallenkirche mit sieben Jochen, äußerst
schlanken Pfeilern, Halbtonnen mit Netzgewölbe im Mittelschiff
und Sterngewölben in den Seitenschiffen. Die gotischen
Stilelemente sind besonders im Innenraum an den Pfeilern und den
Rippen der Gewölbe, in den Fenstern, Ornamenten und Figuren
beeindruckend.
|