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Marie-Louise-Stolln |
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Wenn
Besucher durch die Wälder, über die Wiesen und Berge um
Berggießhübel wandern oder dem Lauf des Gebirgsbachs der oberen
Gottleuba folgen, ahnen sie kaum etwas von der
montanhistorischen Vergangenheit dieser Region. Doch gerade
hier, zwischen Sächsischer Schweiz und Osterzgebirge, war
Jahrhunderte lang eine bedeutende Bergbauregion. Mit seinen
ergiebigen Eisenerzlagerstätten war das Gießhübler Eisenerz, "Pirnisches"
genannt, besonders im 16. und 17. Jahrhundert weit über die
Region hinaus bekannt.

Um 1875 kam
noch einmal bergmännisches Leben in die alte Bergstadt, als die
Berg- und Hüttenverwaltung von dem königlich preußischen
Kommerzienrat Heinrich Gruson aus Magdeburg- Buckau zuerst die
Grubenfelder "Mutter-Gottes-Lager" und "Friedrich- Stolln" (von
da an "Marie-Louise-Stolln"), nach und nach aber die gesamten
Bergwerkseinrichtungen käuflich erwarb. Durch technische
Neuerungen wurden die Betriebskosten stark verringert, sodass
der Absatz an Eisenerz von 1879 an nochmals stark belebt wurde.
Im "Mutter-Gottes-Lager" wurden Erzlager mit einer Mächtigkeit
von bis zu 11 m angefahren. Es arbeiteten zeitweise 114
Bergleute und 21 Tagelöhner in den Grubenanlagen. In dieser Zeit
wurde auch der damalige "Friedrich- Stolln" durch einen erneuten
Vortrieb erweitert. Durch Abteufen des Hermann-Schrägschachtes
wurden neue Erzlager erschlossen. Man traf dabei zwischen der
halbersten und halbzweiten Gezeugstreckensohle sehr mächtige und
umfangreiche Lagerstätten mit reinem Magneteisenerz an.

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Kontakt und Öffnungszeit |
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Kurgesellschaft
Bad Gottleuba-Berggießhübel mbH · Besucherbergwerk "Marie
Louise Stolln" · Siedlung 1 · 01819 Kurort
Berggießhübel
info@marie-louise-stolln.de
Öffnungszeiten
Mittwoch - Sonntag:
10.00 - 18.00 Uhr
sowie an gesetzlichen
Feiertagen in Sachsen*
während der Schulferien
in Sachsen:
täglich:
10.00 - 18.00 Uhr
* außer am 24., 25., 26., 31.12.
sowie am 01.01. |
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Eröffnung Marie Louise Stollen Berggießhübel
Unter reger öffentlicher
Beteiligung wurde am 30.05.2006 der Marie- Louise- Stollen
seiner neuen, touristischen Nutzung übergeben. Aber die Nutzung
beschränkt sich nicht nur auf die geführte Befahrung, die zu
einem Preis von 5 € pro Person gebucht werden kann. Künftig soll
vor allem die heilende Wirkung der kühlen und sauberen Bergluft
therapeutische Anwendung finden.

Für Landrat Michael Geisler war es ein guter Anlass den
fleißigen Akteuren, ein kreatives Geschenk mitzubringen, welches
von einer jungen Frau, die nicht
Marie sondern
Maria Brückner heißt
und in Lohsdorf wohnt, gefertigt wurde.
Sie arbeitet zurzeit in der Jugendwerkstatt der AWO Heidenau und
hat in der dazugehörigen Wollwerkstatt Ehrenberg die kreative
Filzarbeit gestaltet. (siehe Foto)
31.05.2006 |
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