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Die Kunst der Blumenmacherei kam
einst von Österreich über Böhmen nach Sachsen. Wohl aus
Kostengründen bedingt durch den erhobenen Zoll verlagerten die
Fabrikanten ihre Produktion in das böhmisch- Sächsische
Grenzgebiet in den Raum Sebnitz. Dem Fabrikanten Meiche war es
zu verdanken, das bedingt durch den zeitweiligen Ausfall der
französischen Konkurrenzprodukte und verbesserter
Fertigungsqualität die Sebnitzer Blumen auf den Markt kamen. Bis
zur Weltwirtschaftskrise war Sebnitz durch aus ein Standort, der
im europäischen Maßstab wettbewerbsfähig war. Bedingt durch
Änderungen des Zeitgeistes, modische Assessors wie Hüte und
Kleider waren längst nicht mehr so ausladend und politische
Auswirkungen der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten,
folgten dieser Blütezeit schlechte Absatzjahre. Nach Ende des ".
Weltkrieges entwickelte sich in Sebnitz mit etwa 3000
Beschäftigten der Europäische Marktführer. Warenqualität und
Devisen bedingte Dumpingpreise waren die Ursache dafür.

Ein Handwerk, das Sebnitz
Wohlstand und Blüte brachte, ist Dank vielfältiger Bemühungen
erhalten und zu neuem Leben erweckt worden. Einst brachte sie
Arbeit für viele hunderte von Heimarbeiterinnen, heute
sind die Blumen kein Massenartikel sondern eine Qualitätsware
der gehobenen Preisklasse.

Im Haus der Deutschen Kunstblume
hat die Sebnitzer Seidenblume ein neues Domizil gefunden.
Hier können Sie die Geschichte dieses Handwerks nacherleben und
natürlich dessen Produkte, die Seidenblumen käuflich erwerben.
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