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Dem Flusslauf folgend wollen
wir eine gemeinsame virtuelle Reise durch das Tal der Kirnitzsch von
der Quelle bis zur Mündung unternehmen. |
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O bere
Schleuse
Die Kirnitzsch entspringt bei
Studánka (Schönborn) in Nordböhmen und mündet nach etwa 45
Kilometer langem Lauf bei Bad Schandau in die Elbe. Ihren Namen
erhielt sie von den slawischen Vorsiedlern Krn oder krne und
bedeutet tiefer Einschnitt oder Wasserrinne.
Bereits 1410 wurde die Kirnitzsch als Grenzfluss erwähnt. Im Jahr 1580 durch
eine hölzerne Sperre angestaut und zum Holz flößen genutzt, wurde
das Holzwehr 1816
durch eine steinerne Staumauer ersetzt.
Bereits a m 25.05.1879 wurde auf dem
angestauten Wasser der wild romantischen „oberen Schleuse“ vom
damaligen vaterländischen Gebirgsverein „Saxonia“ eine Bootsfahrt
für „Sommerfrischler“ eröffnet.
Die
Gesamtlänge der Fahrstrecke beträgt ca. 700 Meter. Die Wassertiefe
am Einstieg beträgt ca. 1 Meter und am Ausstieg ca. 7 Meter.
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Der Standort für die niedere Schleuse ist
ausgezeichnet gewählt.
Die 32 Meter breite Staumauer hält bei einer
Staulänge von 750 Metern beachtliche 28.000 Kubikmeter Flutwasser
für die Holztrift zurück. Die Wasserpforte in der Schleusenmitte
und die wilde Flut im linken Flügel des Stauwerkes funktionieren
zuverlässig. Mit Einschieben oder Ziehen von Versatzhölzern wird
noch heute der Wasserstand geregelt. Dazu, wie auch zum
Korrigieren des driftenden Holzes, wird als unentbehrliches
Werkzeug der Floßhaken verwendet. Das Schindel gedeckte
Schleusenhäuschen über der Wasserpforte dient zur Aufbewahrung der
Floßhaken.
Die niedere Schleuse ist seit
ihrer Rekonstruktion wieder funktionsfähig. Der Stauraum ist
allerdings teilweise verlandet. Zugunsten der in der Kirnitzsch
lebenden Tierwelt wird heute auf einen Ausbau verzichtet. Das
Stauwerk dient heute dem Hochwasserschutz für das Kirnitzschtal.
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1663 ist an
der Einmündung des kleinen Zschandes erstmals von einer Mühle die
Rede. Der Name
Felsenmühle taucht aber erst 1875 auf, nachdem beim
Bau der Talstraße die kleine unscheinbare Mehl- und Brettermühle,
die fast ausschließlich den Ottendorfer Bauern gedient hatte, bis
auf das Wohnhaus, die heutige Gaststätte, abgerissen wurde und auf
dem linken Bachufer neu errichtet worden war. Sie ist als Sägewerk
bis heute in Betrieb. |
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Schon im
14. Jahrhundert hat an der Ausmündung des großen Zschand eine
Mahl- und Schneidemühle als Zubehör der Felsenburg auf dem
„Winterstein“, die 1379 erstmals urkundlich erwähnt wird,
bestanden. Bis in die 70er Jahre des 19. Jahrhunderts hat es noch
keine durchgehende Straße im Kirnitzschtal gegeben. Angeblich
mussten die Mühlburschen die Bretter auf den Schultern bis zu
den Ottendorfer Feldern tragen. |
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Seit 1961 steht die
Neumannmühle
als technisches Denkmal der Produktions- und Verkehrsgeschichte
unter Schutz. Die erhalten gebliebene Einrichtung zum Schleifen
von Holz entspricht dem Stand von 1870. Nach erfolgter
Rekonstruktion erinnert sie als Schauanlage gleichzeitig an den
Erfinder des Holzschliffs, den Weber Friedrich Gottlob Keller
(1816/75), der seinen Lebensabend in Krippen verbracht hat. Das
erneuerte Mühlrad zeigt nach wie vor einen Durchmesser von 4,60 m. |
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In der in
einer Talerweiterung liegenden Lichtenhainer Mühle, die im 15.
Jahrhundert als Mahl- und Brettermühle Zubehör der Burgstätte
„Wildenstein“ war, wurde in den letzten 100 Jahren die
Holzschleiferei fabrikmäßig betrieben. Zwei Turbinen lieferten 300
PS und machte die Mühle zur stärksten im Kirnitzschtal. Das
benötigte Holz wurde früher von den bis zu 175 Meter steilen
Berghängen des Hausberges hinab gestoßen („gebloßt“ wie es im
Volksmund hieß). |
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1852/53 war wurde am Lichtenhainer Wasserfall anstelle
einer einfachen Rindenhütte das erste steinerne Wirtshaus im
Schweizer Stil errichtet, das heute als Hotel und Gaststätte im
Brennpunkt des Touristenverkehrs steht.
Der Lichtenhainer Dorfbach, der hier über mächtige Felsblöcke
herabstürzt, hatte schon um 1830 eine ausziehbare Stauvorrichtung
bekommen. |
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Haltestelle Lichtenhainer Wasserfall
Die Haltestelle "Lichtenhainer Wasserfall" ist die Endstation der
Kirnitzschtalbahn. Sie liegt unmittelbar an dem gleichnamigen
Gasthof.
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Die Haltestelle
"Beuthenfall" liegt am gleichnamigen Wasserfall. Die hier
befindliche Gaststätte und Pension sind zur Zeit nicht in
Betrieb. |
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Die Haltestelle
"Forsthaus" liegt gegenüber dem gleichnamigen Hotel. |
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Von Bad Schandau kann der Gast mit der Straßenbahn bis zur
Endhaltestelle Lichtenhainer Wasserfall fahren. Natürlich
besteht die Möglichkeit von jeder Haltestelle selbst gewählte
wanderrouten in den Nationalpark zu unternehmen. |
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Haltestelle Bad Schandau
Die Haltestelle "Bad Schandau" liegt im Stadtpark zwischen der
Kirnitzschtalstraße und der Kirnitzsch. In unmittelbarer Nähe
befinden sich die Kirnitzschtalklinik, das Hotel Lindenhof und das
Kulturzentrum.
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Ufer der Kirnitzsch, nahe der Mündung in die Elbe wurde die
Toskanatherme
errichtet. |
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